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Wettbewerb
Sperberweg Erlangen

Dieses innovative, autofreie Quartier bricht mit konventionellen Strukturen und schafft durch seinen zentralen Anger einen identitätsstiftenden Raum für Begegnung und Gemeinschaft. Ein konsequent nachhaltiges Lebensumfeld, das ökologische Weitsicht mit höchster Wohnqualität für alle Generationen verbindet.

Das Quartierskonzept: Identität durch Zwischenräume
Der städtebauliche Entwurf für das Wohnquartier am Sperber Anger folgt dem Anspruch, eine eigenständige und landschaftlich eingebettete Struktur zu entwickeln, die sich bewusst von konventionellen Zeilenbauten löst. Ausgangspunkt ist die sensible Lage des Grundstücks im Übergang zwischen gewachsener Siedlung und freiem Landschaftsraum. Das Herzstück der Anlage bildet dabei der autofreie Anger, der als lineares, modulierendes Rückgrat fungiert und die verschiedenen Baukörper funktional wie sozial miteinander verzahnt. Anders als bei klassischen Plätzen ermöglicht die Sequenz aus räumlichen Aufweitungen und Engstellen eine abwechslungsreiche Folge von Aufenthaltsbereichen, die sowohl als sozialer Treffpunkt als auch als geschützter Freiraum für die neue Nachbarschaft dienen.
Die leicht versetzte und gedrehte Anordnung der Gebäude vermeidet eine monotone, serielle Wirkung und schafft differenzierte Außenräume, die sensibel zwischen öffentlichem Leben und privatem Rückzug vermitteln.

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Die Wohnqualität wird durch eine kluge Grundrissorganisation gestärkt, die insbesondere den Schallschutz zur Straße hin durch Laubengänge und Wintergärten berücksichtigt, während sie gleichzeitig großzügige visuelle Bezüge zum zentralen Grünraum öffnet. Mit einer bewussten Mischung aus familiengeeigneten Wohnungen und kompakten Einheiten für Singles oder Senioren wird eine soziale Durchmischung und langfristige Stabilität im Quartier angestrebt.
Ein integrales Regenwassermanagement mit Retentionsdächern und begrünten Mulden macht ökologische Kreisläufe im Alltag erlebbar und trägt gemeinsam mit den biodiversen Dachflächen zur Verbesserung des Mikroklimas bei. Ergänzt wird dieses zukunftsweisende Konzept durch ein rein regeneratives Energiesystem auf Basis von Photovoltaik und Wärmepumpen sowie ein innovatives Mobilitätsmodell. Indem der PKW-Verkehr konsequent in Quartiersgaragen an den Rand verlagert wird, bleibt das Innere des Areals ein sicherer, durchgrünter Raum, der dem Fuß- und Radverkehr sowie der gemeinschaftlichen Erholung gehört.

Planer: Hübsch und Harle Architekten
Wettbewerb: April 2026 – 3. Platz
GVA: 11800,00 m²
Team: Stefan Harlé, Neenu Ali, David Honke, Simone Göttler